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2019-09-11 | Kautabak oder Snus

Einfach altmodisch, so sind die meisten Geschichten über Kautabak. Sie reichen von auf Pferden reitenden Cowboys mit gelben Zähnen und dicken Revolvern alla Lucky Luke bis hin zu Kommentaren über den angeblich verbotenen Konsum von Kautabak oder Snus in Deutschland.
Worin liegen also die Unterschiede zum aus Skandinavien stammenden Snus und dem in Deutschland hergestellten oder importierten Kautabak? Welche Mythen und Geschichten aus Zeiten der Wildwestromantik sind eigentlich wahr und noch aktuell?


Ein Überblick – Herstellungsverfahren Snus


Bei der Produktion von  Snus wird Tabak luftgetrocknet, anschließend gemahlen und dann mit Wasser vermengt. Seit dem 19. Jahrhundert wird Snus im Rahmen seiner  Verarbeitung wärmebehandelt und ganz wichtig: nicht fermentiert.  Je nach Geschmack werden dem Tabak Aromen wie Pfefferminze und Salze beigegeben.


Ein Überblick – Herstellungsverfahren Kautabak


Die Blätter der Tabakpflanze werden entweder luftgetrocknet oder über mehrere Wochen auf einem offenen Holzfeuer getrocknet. Der Tabak bekommt so sein ganz eigenes unverwechselbares Aroma. Danach werden die Blätter fermentiert. Besondere Sorten werden in luftdichten Holzfässern bei 8 bis 12 % Feuchtigkeit gelagert und gepresst. Im weiteren Prozess der Verarbeitung wird der Tabak dann geschnitten und mit Geschmacksrichtungen wie Lakritze oder Menthol angereichert.


Was ist erlaubt


In Deutschland verboten ist Snus, da er zum oralen Gebrauch geeignet ist. Er darf gewerbsmäßig  nicht vertrieben werden; der Konsum an sich ist jedoch legal. Komplett legal ist Kautabak, da er laut Gesetzestext gekaut werden kann.


Macht Kautabak die Zähne gelb und wie wird er entsorgt?


Kautabak wird heute meist in sogenannten Chewing Bags verkauft und landet nicht wie bei Lucky Luke auf die Straße gespuckt, sondern ordentlich als geschlossene Tasche wieder entsorgt. Die Zähne können sich jedoch auch hier leicht verfärben. Die gute Nachricht ist, sie tun dies bei Kautabak nicht so stark wie beim Rauchen. Hierauf haben einige Kautabak-Produzenten bereits reagiert und bieten gewaschene Tabaksorten an. Im Rahmen dieses Prozesses wird der Tabak gewaschen und die Farbstoffe verschwinden, die für die Verfärbung der Zähne verantwortlich sind. Ein Problem hierbei ist, dass sich das Nikotin gleich mit verabschiedet, es wird aber  in einem zusätzlichen Produktionsschritt dem Tabak wieder hinzugefügt.

 


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